automatisierte Tosca-Tests
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Software-Lösungen abgedeckt
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schnellere Testfallerstellung
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Die Raiffeisen Software (RSG) ist das Softwarehaus der Raiffeisen Bankengruppe Österreich und gestaltet mit aktuell über 800 innovativen IT-Lösungen das Bankgeschäft der Zukunft aktiv mit. Mit derzeit rund 1.050 Mitarbeiter:innen an sechs Standorten, darunter Linz (HQ), Wien und Salzburg, ist die RSG einer der größten IT-Dienstleister Österreichs und erwirtschaftet über 170 Millionen Euro Umsatz im Jahr (2024).
Beinahe jede:r zweite Österreicher:in ist Raiffeisen-Kund:in und hat daher nahezu täglich, selbst oder über Raiffeisen Bankberater:innen, Kontakt zu den IT-Lösungen der RSG. Diese werden gemeinsam mit über 340 Banken und Finanzdienstleistern – rund 327 Raiffeisenbanken, acht Landesbanken und weiteren Finanzdienstleistern der Raiffeisen Bankengruppe – entwickelt.

„Der Trend in der Bankenwelt heißt Digitalisierung – und der Prozess der Softwarequalitätssicherung sowie die Qualität unserer Produkte spielen dabei eine bedeutende Rolle“, erklärt Martin Schütz. Als Product Owner für Continuous Test Engineering bei Raiffeisen Software weiß er genau, wovon er spricht. Seit 2006 ist Schütz Teil der RSG – und hat miterlebt, wie die digitale Transformation das Unternehmen grundlegend verändert hat. Besonders prägend war die agile Wende in der Software-Entwicklung: Mit der Umstellung auf eine Microservice-orientierte Architektur wurde nicht nur die Technologie modernisiert, sondern auch die gesamten Prozesse inklusive der Softwarequalitätssicherung neu gedacht.
„Es ging nicht nur um Geschwindigkeit, sondern um ein komplett neues Mindset. Agile Methoden haben uns befähigt, schneller auf Veränderungen zu reagieren, enger zusammenzuarbeiten und Qualität von Anfang an in jeden Prozess zu integrieren. Ich bin froh, dass wir diesen Wandel voll mitgegangen sind“, so Schütz.
Schnell war klar: Große Konsolidierungen, Migrationen oder gar die Einführung neuer, digitaler Applikationen würden mit manuellen Tests nicht mehr funktionieren. Zu mächtig wurden die Anforderungen, zu schnell die Entwicklungszyklen. Testautomatisierung musste her. Und die kam von Tricentis mit Tricentis Tosca.
Im Jahr 2022 wurde ein Proof-of-Concept durchgeführt und verschiedene UI-Testwerkzeuge miteinander verglichen – schnell zeichnete sich ab, dass die Wahl auf Tosca fallen würde. „Tosca war die einzige Lösung, die unsere komplette Liste an Anforderungen erfüllen konnte“, erinnert sich Arnold Strasser, Release Automation Engineer bei Raiffeisen Software, der den PoC geleitet hat, zurück. Hinzu kam der gute Support. „Man hat gespürt, dass sich Tricentis echt um uns bemüht. Das Ergebnis zeigt uns, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben“, nimmt Strasser vorweg.
Das waren die Herausforderungen:
Ende desselben Jahres war es dann so weit: Tosca wurde in einem Soft-Rollout eingeführt, und erste Teams „ongeboarded“. Was mit fünf User:innen begann, entwickelte schnell eine Eigendynamik im Haus. Zu offensichtlich waren die Vorteile, die mit Tosca erzielt wurden – angefangen von der einfachen Handhabung dank Low-Code-Ansatz bei der Testerstellung, die es erlaubt, dass selbst Mitarbeitende ohne Programmierkenntnisse ohne große Einstiegshürden Testfälle erstellen und durchführen können, über die Testgeschwindigkeit bis hin zu Analyse und Reporting. Dieser Erfolg sprach sich herum. Heute hat sich eine interne RSG-Testautomatisierungs-Community von rund 100 Nutzer:innen gebildet. Ein weiterer Erfolgsfaktor: Die volle Unterstützung des Managements für den Einsatz und Ausbau von Testautomatisierung.
„Wir waren selbst überrascht, wie viele Anfragen nach Tosca-Lizenzen kurzfristig zu Beginn des Soft-Rollouts aus dem Haus kamen. Tosca war ein echter Gamechanger für uns.“
Martin Schütz, Product Owner für Continuous Test Engineering bei Raiffeisen Software
Zu schätzen wussten Schütz und sein Team die vielen Erleichterungen, die das tagtägliche Arbeiten mit Tosca mit sich bringt – insbesondere in dem agilen Umfeld, in dem sie tätig sind.
„In internen Benchmarks konnte die Testfallerstellung viermal so schnell als bisher erfolgen“, erinnert sich Strasser. Mitte August 2025 wurde der Meilenstein von 1.000 automatisierten Tosca-Tests erreicht, die regelmäßig über die Continuous Testing Plattform ausgeführt werden. Diese Tosca-Tests sorgen für höchste Qualität bei Endkunden-Lösungen bis hin zum Beraterarbeitsplatz in der Raiffeisen-Gruppe.
Tricentis Tosca hat zudem beigetragen, die internen Test-Prozesse selbst zu optimieren. So wurde bei RSG die sog. „Zonenfreigabe“ eingeführt, ein Software-Freigabe-Prozess in drei aufeinander aufbauenden Phasen. Zuerst werden dabei die Infrastruktur und die zentralen Services technisch überprüft, bevor grünes Licht für die Service-Tests im zweiten Schritt gegeben wird. Erst danach sind die Applikationen selbst dran.
Dieses dreistufige Verfahren erfolgt immer mit Blick darauf, manuelle und automatisierte Tests nahtlos aufeinander abzustimmen. Denn klar war auch: Die menschliche Komponente durfte trotz aller Testautomatisierung nicht außer Acht gelassen werden, wie Strasser betont: „Manuelles Testing hilft uns, speziell im Anzeigefehler im UI auszumerzen, bevor diese in großem Stil ausgerollt werden. Mit der Zonenfreigabe stellen wir neben der vollen technischen Funktionalität auch sicher, dass die Testtage mit manuellen Experten aus den Geschäftsbereichen effizient und zielorientiert über die Bühne gehen.“
Eine zentrale Rolle in Sachen UI spielte auch Tosca Vision AI. Die KI-basierte Testautomatisierungstechnologie von Tricentis erlaubt, dank einfacher Mockups oder einer simplen UI-Beschreibung Tests zu erstellen, noch bevor eine Codezeile geschrieben wird. Die Folge: Ein „Shift Left“, also die Integration von Tests früh im agilen Entwicklungszyklus, sowie eine einfache Rechnung: Mehr Tests = höhere Stabilität = bessere App = mehr Kundenzufriedenheit.
Das RSG-Continuous-Testing-Team verfolgt dabei eine klare Vision. Das Schlagwort: Agentic AI. In Zukunft sollen weder Entwickler:innen noch Tester:innen, geschweige denn Fachexpert:innen, die in die Entwicklung neuer Applikationen oder Features eingebunden sind, aktiv auf das Test-Dashboard gehen müssen. Stattdessen wird die KI in Form spezialisierter Test-Agenten selbstständig agieren, so der Plan: Sie erkennt relevante Ereignisse, analysiert die Situation und informiert das Team proaktiv, sobald konkrete Aktionen oder Entscheidungen erforderlich sind.
Dass das nicht morgen passieren wird, sondern noch Zeit braucht, ist Schütz und Strasser klar. Dennoch fühlen sie sich mit Tricentis Tosca gut vorbereitet auf kommende Herausforderungen. Positiv-gespannt und voller Vorfreude blicken sie auf das, was vor ihnen liegt: „Noch nie war die Software-Welt spannender. KI verändert unsere Arbeit, unser Leben. Mit Tricentis Tosca und Vision AI haben wir den technischen Rahmen für morgen schon heute.“