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Regressionstests

Regressionstests sind ein wichtiger Teil des Softwareentwicklungszyklus. Wenn Entwickler*innen Code aktualisieren oder der Software neue Funktionen hinzufügen, können Regressionstests sicherstellen, dass die Änderungen keine Probleme beim vorhandenen Code verursachen oder die Software und ihre Funktionalität in irgendeiner Weise beeinträchtigt wird.

Datum: Feb. 09, 2024

Bei Regressionstests geht es im Wesentlichen darum, bereits ausgeführte Testfälle erneut auszuführen, um sicherzustellen, dass die Software wie vorgesehen funktioniert.

Regressionstests können auf verschiedene Arten durchgeführt werden. Dennoch gibt es wesentliche Schritte, denen die meisten Testprotokolle folgen.

  • Änderungen im Quellcode identifizieren: Wenn Code geändert oder optimiert wird, müssen Entwickler*innen oder Tester*innen die geänderten Komponenten und Module sowie deren Auswirkungen auf die entsprechende Funktionalität identifizieren.
  • Änderungen und Anforderungen priorisieren: Um den Testprozess effizienter zu gestalten, sollten Entwickler*innen Änderungen und Testfälle priorisieren – und zwar nach den Produktanforderungen sowie den Modulen und Funktionen, die am häufigsten von Codeänderungen betroffen sind.
  • Eine Regressionstestsuite aufbauen: Eine Regressionssuite ist eine Sammlung von Testszenarien, die sich mit den verschiedenen Funktionen befassen, die für die Software wichtig sind. Regressionssuiten werden typischerweise aus vorhandenen Funktionstests, Komponententests, Integrationstests und anderen bereits ausgeführten Testfällen erstellt.
  • Einen Testansatz wählen: Während einige manuell testen, automatisieren die meisten Entwicklungsteams Regressionstests, da Regressionstests im Zuge der Softwareentwicklung viele Male wiederholt werden müssen. Die Automatisierung des Prozesses beschleunigt das Testen und gibt den Tester*innen die notwendige Zeit, manuelle explorative Tests durchzuführen.

Bei der agilen Entwicklung beinhaltet jeder Sprint iterative Änderungen an der Software, die zu Problemen mit der bestehenden Funktionalität führen können. Daher sind Regressionstests für den agilen Prozess von entscheidender Bedeutung. Quality Assurance (QA) Teams sollten idealerweise parallel zu jedem Sprint Testskripte entwickeln, um sicherzustellen, dass Regressionstests zeitnah durchgeführt werden. Regressionstests in agilen Umgebungen sind in der Regel kontinuierlich und automatisiert, damit sich Entwicklungsteams weiterhin auf Innovationen mit neuen Funktionen und Releases konzentrieren können. Durch die Einbettung von Regressionstests in den agilen Prozess können Softwareteams das Risiko von Fehlern reduzieren und die Zeit minimieren, die sie für deren Behebung benötigen.

Wann werden Regressionstests durchgeführt?

Regressionstests sollten mehrfach im Softwarebereitstellungszyklus durchgeführt werden, und zwar…

  • wenn neue Funktionen hinzugefügt werden. Entwickler*innen, die einer Software neuen Code hinzufügen, konzentrieren sich nicht immer darauf, ob der neue auch mit dem vorhandenen Code kompatibel ist. Regressionstests können dabei helfen, mögliche Probleme frühzeitig im Entwicklungsprozess zu erkennen.
  • wenn Änderungen an vorhandenen Funktionen vorgenommen werden. Manchmal nehmen Entwickler*innen Änderungen am vorhandenen Code vor, durch die bestimmte Funktionen hinzugefügt oder entfernt werden. In diesem Fall kann durch Regressionstests festgestellt werden, ob sich die Änderungen negativ auf die Gesamtfunktionalität auswirken.
  • wenn Software in andere Produkte integriert wird. Wenn Entwickler*innen Software in andere Anwendungen oder Technologien integrieren, besteht die Gefahr, dass Änderungen im Code bestehende Integrationen beeinträchtigen oder gefährden.
  • Wenn Software aktualisiert wird. Wenn Software zur Verbesserung der Leistung optimiert und zur Behebung von Fehlern korrigiert wird oder Patches hinzugefügt werden, stellen Regressionstests sicher, dass die Verbesserungen keine neuen Probleme verursachen.

Arten von Regressionstests

  • Vollständige Regressionstests umfassen (fast) alle vorhandenen Testsuiten und können die gesamte Funktionalität der Software oder zumindest einen Großteil davon abdecken. Damit kann die Stabilität einer Software überprüft und gleichzeitig sichergestellt werden, dass diese den Projektanforderungen entspricht. Ein vollständiger Regressionstest ist zwar der einfachste Weg zu schauen, ob alle Fehler behoben wurden, er ist jedoch auch zeitaufwändig und teuer. Deshalb findet diese Art von Tests normalerweise nur bei Szenarien statt, bei denen eine Anwendung einem größeren Update unterzogen wird.
  • Partielle Regressionstests werden bei den Bereichen einer Software durchgeführt, die geändert wurden, sowie den angrenzenden Modulen, die davon möglicherweise betroffen sein könnten. Testteams können dabei unterschiedliche Ansätze nutzen, um sicherzustellen, dass ein partieller Regressionstest solide Ergebnisse liefert. Bei der partiellen Regression handelt es sich um einen risikobasierten Ansatz, der das Risiko, dass ein Codebereich betroffen sein könnte, dem Zeit- und Ressourcenaufwand für das Testen gegenüberstellt.
  • Unit-Regressionstests werden an einzelnen, isolierten Komponenten oder Modulen durchgeführt. Dies stellt sicher, dass die Funktionalität des jeweiligen Moduls weiterhin gegeben ist.

Vorteile von Regressionstests

Regressionstests können nicht nur die Softwarequalität verbessern, sondern auch den Zeit- und Kostenaufwand für die Fehlerbehebung reduzieren. Weitere Vorteile sind:

  • Fehler während eines größeren Updates werden früher erkannt, wodurch negative Auswirkungen auf Kunden und User minimiert werden. Dadurch können sich Entwickler*innen auf neue Funktionen konzentrieren, anstatt ständig alte Fehler zu korrigieren. · Die User Experience wird verbessert, ohne dass es zu unbeabsichtigten Nebeneffekten kommt.
  • Weniger unerwartete Risiken treten auf. Regressionstests sind ein wichtiger Bestandteil der Strategie, das Risiko zu mindern. Entwickler*innen und Unternehmen behalten damit den Überblick über Änderungen sowie möglichen Fehlern, noch bevor diese zu schwerwiegenden Problemen führen.
  • Die Leistung des Gesamtsystems wird verbessert.

Tricentis-Tools für Regressionstests

Mit der branchenweit führenden Plattform für kontinuierliches Testen erfindet Tricentis Softwaretests für DevOps neu und verwandelt diese in einen echten Katalysator für Innovationen. Möglich gemacht wird dies vor allem durch ein agiles Testmanagement und Testautomatisierung, die für die Unterstützung von über 160 Technologien optimiert ist. automatisierten Regressionstests.

Zu den Tricentis-Lösungen für Regressionstests gehören:

Tricentis Tosca. Tricentis Tosca beschleunigt das Testen mit einem automatisierten, codelosen, KI-basierten Ansatz zur End-to-End-Testautomatisierung. Es vereinfacht End-to-End-Regressionstests für über 160 Technologien.

Tricentis Distributed Execution. Als Teil der Tosca-Lösung verteilt Tricentis Distributed Execution (DEX) automatisierte Testsätze auf mehrere virtuelle Maschinen, Computer innerhalb eines Netzwerks oder in der Cloud, wodurch Regressionstests optimiert werden. Tester*innen können dabei festlegen, welche Tests in welchen Kontexten ausgeführt werden sollen, während diese Tricentis-Lösung den Lastausgleich automatisiert, um eine optimale Verteilung der Testsätze zu erreichen.

Die Tricentis-Plattform bietet außerdem eine Reihe zusätzlicher Testlösungen und QA-Testtools, darunter Tools zum Testen der Datenintegrität und der Performance, zum Testen von Jira, zur Softwaretestautomatisierung sowie spezielle Tools zum automatisierten Testen in ServiceNow, Snowflake, SAP, Oracle und Salesforce.

Datum: Feb. 09, 2024
Background

FAQs

Was sind Regressionstests?

Hinter Regressionstests steckt ein Ansatz zum Testen von Software, der ermittelt, ob Änderungen am Code die Software beschädigt oder sich negativ auf die Funktionalität ausgewirkt haben.

Welche Vorteile bieten Regressionstests?
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Mit Regressionstests nach Codeänderungen, -aktualisierungen oder -optimierungen können Entwicklungsteams sicherstellen, dass die Software weiterhin den Projektanforderungen entspricht. Außerdem können Fehler früher im Entwicklungsprozess gefunden und behoben werden, was Zeit für langwierige, spätere Nacharbeiten vermeidet, und Kosten senkt.

Was ist der Unterschied zwischen Regressionstests und Re-Testing?
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Wenn ein Fehler im Code ausgebessert wurde, erfolgt ein Re-Test, um sicherzustellen, dass der Fehler tatsächlich behoben ist. Regressionstests hingegen werden durchgeführt, nachdem neuer Code oder neue Funktionalität zur Software hinzugefügt wurde. Das stellt sicher, dass die Änderungen die vorhandene Funktionalität nicht beeinträchtigen und der neue Code keine unbeabsichtigten Folgen hat.